Am Donnerstag, den 3.11.2011 fand ein ganztätiger Bogenbau-Workshop mit den Sekundaria Schüler/innen unter meiner Leitung statt. Der Bogenbau-Workshop bestand grob aus zwei Teilen: Zum einen aus dem Bau eines eigenen Bogens nach vorheriger Unterweisung am Vormittag, zum anderen aus dem Bogenschießen mit dem selbst hergestellten Bogen am Nachmittag.
Das vorgegebene Ziel am Vormittag war, dass alle Teilnehmer/innen bis zu Mittag einen selbst hergestellten, funktionstüchtigen Bogen gebaut haben sollten. Diese Aufgabe wurde auch von den jüngsten Bogenbauern/innen gemeistert. Zuerst sahen die Kinder und Jugendlichen dabei zu, wie ein Bogen entsteht, welche Materialien und Werkzeuge dafür benötigt werden. Dann ging es in Partnerarbeit (2er-Gruppen) ans Werk.
Der große Vorteil der Partnerarbeit liegt darin, dass man nicht mit der Arbeit und den dabei auftretenden Problemen “alleine gelassen” ist, sondern immer unmittelbar Unterstützung greifbar ist. Sie lässt dennoch genügend Raum für eigene Ideen und Arbeitsweisen. Da der/die Partner/in frei gewählt werden konnte, war sicher gestellt, dass die gebildeten Teams sowohl bei der faktischen Arbeit, als auch beim zwischenmenschlichen Umgang harmonierten.
Die Kinder und Jungendlichen waren mit großem Engagement bei der Sache – ein selbst hergestellter und funktionierender Bogen ist ja schließlich auch etwas!
Das vorgegeben Ziel am Nachmittag nach einem stärkenden Mittagessen war das unschädlich Machen eines mysteriösen “Dings” (= an den Zielscheiben festgebundene Luftballons), das seit einiger Zeit in der Gegend um die Schule sein Unwesen trieb.
Neben der Erlangung der Fertigkeit beim Bogenschießen ging es hierbei vor allem um die Vermittlung und strikte Einhaltung der Regeln am Bogenschießplatz – Wann schießt wer wohin? Wann darf nicht geschossen werden? Wie wird das Zurückholen der Pfeile organisiert? – um jede Gefährdung zu vermeiden. Nach dem vertraut Machen mit dem Bogen und dem Einschießen wurde die Jagd auf das “Ding” eröffnet.
Dass dabei schlussendlich der Spaß nicht zu kurz gekommen ist, war der wohlverdiente Lohn für die gar nicht so einfachen Herstellung des Bogens.
