Umgestaltung der .alf-Sekundaria
Getreu unseres grundlegenden Verständnisses eine demokratische Schule zu sein, war unser Projekt von Anfang an wesentlich durch die Mitbestimmung und gemeinsame Gestaltung aller 13 Sekundaria –Schüler im Alter zwischen 11 und 14 Jahren geprägt.

Ende des vergangenen Schuljahres haben die Schüler bereits den Wunsch geäußert, die Spinde im Eingangsbereich der Sekundaria neu zu bemalen und damit den sowohl als Lern- wie auch als Aufenthaltsraum genutzten Bereich freundlicher, bunter und angenehmer gestalten. Die Spinde wurden gebraucht gekauft und waren zum Teil von den Vorbesitzern farblich gestaltet, zum Teil grau. Wobei die alte Farbe schon an vielen Stellen abblätterte.

Da kam die Ausschreibung des Wettbewerbs „Grau raus – bunt rein“ gerade zur richtigen Zeit.

In einer demokratischen Abstimmung beschlossen die Schüler die Teilnahme. Auch alle weiteren Schritte wurden in unseren wöchentlich fix statt findenden Schülerversammlungen besprochen und in der Gruppe gemeinsam beschlossen. Grundsätzlich war es ein Schülerprojekt, bei dem die Lehrer hauptsächlich koordinative und unterstützende Arbeit leisteten. Die Umsetzung der eigenen Ideen und Entwürfe durch die Schüler, so wie der Entstehungsprozess in der Gemeinschaft, standen im Vordergrund und waren wichtiger als technische Perfektion.

Die „Sekus“, wie sich unsere Schüler der Sekundarstufe nennen, haben beschlossen, dass ein Teil der Spinde individuell durch die Benützer gestaltet wird, und der andere Teil ein großes, über mehrere Kästen gehendes „Graffiti“ erhalten soll. Alle Entscheidungen über den Entwurf und die Farbgestaltung des großen „Graffitis“ wurden demokratisch getroffen.

So entstand Individuelles und Gemeinsames in verschiedenen Farben und Techniken. Zuletzt bauten die Eltern noch Holzplatten über die Spinde. Außerdem organisierten Eltern für die ebenfalls bereits schäbige Wand ein Graffiti von einem „Profi“.
Die Schüler sitzen nun gerne auf den Spinden um an diesem ungewöhnlichen Ort zu lesen und zu lernen.
Abschließend kann man dieses Projekt als eine gelungne Zusammenarbeit von Schülern, Eltern und Lehrern bezeichnen.

Grau raus – bunt rein!